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Die Büros der
Fraktionsgeschäftsführung Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen
Bundestag, der Abgeordneten
Claudia
Roth und der Abgeordneten
Dr.
Kirsten Tackmann sowie die Abgeordnete
Petra Pau bestätigten den
Eingang des Schreibens und dankten, der Abgeordnete
Hubertus
Heil äußerte
sich etwas ausführlicher zum Inhalt der WWW-Seite. Die relativ geringe Anzahl der Antworten ist nicht
erstaunlich, da ich nicht explizit um eine Antwort gebeten
hatte.
Das personalisierte E-Mail-Anschreiben:
Betreff: Homophobie - Ursachen und
Therapien
Sehr geehrte[r] Frau [Herr]
(gegebenenfalls Titel) (Nachname),
die Haltung gegenüber Lesben und
Schwulen ist ein deutlicher Indikator für die Liberalität oder
Illiberalität von Individuen und Gesellschaften.
Auf
http://www.ulrich-willmes.de/homophobie.html habe ich unter
Berücksichtigung der muslimischen Mitbürger einige Ursachen von
Homophobie und Schwulenhass benannt und Gegenmaßnahmen – auch
staatlicherseits – skizziert.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Willmes
Antwort von Herrn Heil vom
07.08.2007:
Sehr geehrter Herr Willmes,
vielen Dank für Ihre E-Mail, auf die ich Ihnen gerne antworten
möchte.
Viele Menschen sind heute eher bereit, die rechtliche
Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Deutschland zu
akzeptieren als noch vor einem Jahrzehnt. Dennoch muss ich Ihnen
Recht geben, dass eine rechtlich größere Gleichstellung wenig an
bestehender Diskriminierung ändert. Lesben und Schwule haben
immer noch Schwierigkeiten, ihr "Anderssein" offen zu leben.
Groß sind die Ängste vor möglichen Konsequenzen im Alltag: Angst
vor schiefen Blicken aus der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz,
Verluste der Arbeitsstelle oder Wohnung, Verlust von
Freundschaften, Angst vor gewalttätigen Übergriffen.
Die SPD hat sich in der Vergangenheit immer für eine sozial
gerechte, solidarische und friedliche Gesellschaft, für mehr
Demokratie und Völkerverständigung und gegen Ausbeutung von
Menschen eingesetzt und wird dies auch weiterhin tun. Ziel
sozialdemokratischer Politik ist eine Gesellschaft, in der
Gleichberechtigung und Chancengleichheit gelebte Realität sind.
Privilegien einzelner Personen oder Gruppen, Intoleranz,
Nationalismen und Fremdenfeindlichkeit sollen effektive
Regelungen entgegengesetzt werden, die auch und gerade im Alltag
greifen. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es in
Artikel 1 Grundgesetz. Dies verlangt Achtung für jeden Menschen,
unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität.
In den vergangenen Jahren hat es große Veränderungen für Lesben
und Schwule gegeben. Die Abschaffung des § 175 StGB und die
Diskussion um die "Homo-Ehe" haben in der Gesellschaft eine
positive Grundstimmung geschaffen. Ebenso bildet das
Lebenspartnerschaftsgesetz einen wichtigen Schritt zur
Normalisierung lesbischen und schwulen Lebens.
Gerade in einer Zeit der beschleunigten gesellschaftlichen
Entwicklungen und Umbrüche will die SPD dies mit einer modernen
und zukunftsorientierten Politik auf Bundesebene fortsetzen. Im
Kampf gegen Diskriminierung jeder Art bedarf es tagtäglich unser
allen Engagements, damit ein jeder Mensch sein Leben
selbstbestimmt entfalten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Hubertus Heil, MdB
Homophobie und Schwulenhass – Ursachen
und Gegenmaßnahmen
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