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Die
Fraktion
DIE LINKE und die
SPD-Bundestagsfraktion bestätigten den Eingang des Schreibens und teilten
jeweils
mit, man werde es an den entsprechenden Arbeitskreis
weiterleiten, die
Bundesgeschäftsstelle der CDU und der Abgeordnete
Lothar
Binding äußerten
sich auch zum Inhalt der WWW-Seite. Die relativ geringe Anzahl der Antworten ist nicht
erstaunlich, da ich nicht explizit um eine Antwort gebeten
hatte.
Das E-Mail-Anschreiben:
Sehr geehrte Damen und Herren,
auf http://www.ulrich-willmes.de/steuern.html finden Sie einige
Vorschläge zur Verbesserung des Steuersystems.
Zwar sind die Vorschläge nicht so radikal, dass im Falle ihrer
Umsetzung die Steuererklärung auf einen Bierdeckel passen würde,
aber die eine oder andere Anregung bieten sie vielleicht doch.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Willmes
Antwort der
CDU-Bundesgeschäftsstelle vom
31.05.2007:
Sehr geehrter Herr Willmes,
vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihre Vorschläge zur
Steuergesetzgebung. Viele dieser Überlegungen müssten leider
scheitern – nicht an der Logik oder der prinzipiellen
Notwendigkeit, sondern an der Umsetzbarkeit. In einigen Fällen
ist die Bundespolitik auch der falsche Adressat. An zwei
Beispielen möchte ich das verdeutlichen:
Die Frage von Länderfusionen kann der Bund nicht regeln. Es ist
verfassungsmäßig ausgeschlossen, dass der Bundestag mit
einfacher oder qualifizierter Mehrheit neue, fusionierte Länder
definiert. Dies ist nicht zuletzt das Ergebnis der
Gründungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland: Nach 1945
waren es zunächst die Länder, die staatliche Einheiten bildeten
und sich erst später – unter Abgabe von Souveränitätsrechten –
zum Bund zusammenschlossen.
Deshalb bedarf es auch heute der Initiative der jeweils
betroffenen Bundesländer, die eine Verlängerung über
Volksentscheide bewirken können. Aktivitäten von
Volksinitiativen können den Boden für Abstimmungen mit
vernünftigen Argumenten bereiten. Im Mittelpunkt steht heute vor
allem die von Einsparpotentialen bei den Ausgaben der
öffentlichen Hand. Hinweisen möchte ich auf den letzten Versuch
einer Fusion der Bundesländer Berlin und Brandenburg, die beide
Länderregierungen gewollt hatten. Dies scheiterte allerdings an
der erforderlichen Zustimmung bei der durchgeführten
Volksentscheidung. Dies verdeutlicht, wie stark Länderfusionen
ausschließlich vom Zuspruch der betroffenen Bürger abhängen.
Ihre Überlegung, Kapital und Steuern in Deutschland zu binden,
indem internationale Regelungen geschaffen werden, scheitern
leider an der Realität, da sich einige Länder, zumeist jene mit
niedrigen Steuersätzen, gegen solche Verpflichtungen wehren und
auch nicht der Etablierung einer Instanz zustimmen würden, die
sie darin überwachen würde. Deshalb haben wir gerade eine
Unternehmenssteuerreform beschlossen, die in Deutschland
Investitionen deutscher Unternehmen binden und Investitionen
ausländischer Unternehmen anziehen soll.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Burgdörfer
CDU-Bundesgeschäftsstelle
Team Bürgerservice
Antwort von Herrn Binding vom
01.08.2007:
Sehr geehrter Herr Willmes,
vielen Dank für Ihren Aufsatz zur Steuervereinfachung. Er
enthält wirklich interessante Ansätze und in den Zielen stimmen
wir sehr gut überein. Dass es sich in der Praxis oft als etwas
schwieriger darstellt und dass – wie Sie schon selber zeigen –
die Abgrenzung und Definition unbestimmter Rechtsbegriffe ihre
Tücken hat ... wem sag ich das...
Jedenfalls vielen Dank! Sicher werden Ihre Gedanken in die
kommenden Diskussionen mit einfließen.
Viele Grüße
Ihr Lothar Binding
PS: Bitte entschuldigen Sie meine sehr späte Antwort, mein
Mailberg war mal wieder viel zu hoch.
Vorschläge für ein besseres
Steuersystem
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